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Central, South East & Eastern Europe (CSEEE)

F. Juergen Moy

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Definition, Terminologie & Typologie

    

Es gibt mehrere Wege eine strategische Allianz zu definieren. Einige Definitionen betonen, dass die Partner keine neue juristische Person wie beispielsweise eine neue Gesellschaft gründen. Dies schließt Rechtsformen wie Joint Ventures aus dem Bereich ‚Strategische Allianzen‘ aus. Andere Definitionen sehen Joint Ventures als eine mögliche Ausprägung ‚Strategischer Allianzen‘.

 

Einige Definitionen sind hier aufgeführt.

 

 

Definition mit Joint Venture

 

  • Eine ‚Strategische Allianz‘ ist eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Parteien, um Ressourcen oder Wissen zum Vorteil für alle Beteiligten miteinander zu teilen. Sie ist ein Weg um eigene interne Mittel, Fähigkeiten und Aktivitäten um Ressourcen und Prozesse von externen Akteuren wie Lieferanten, Kunden, Wettbewerbern, Unternehmen aus verschiedenen Branchen, Markeninhabern, Universitäten, Instituten und Regierungsabteilungen zu ergänzen.
  • Eine ‚Strategische Allianz‘ ist ein organisatorisches und rechtliches Konstrukt, bei dem Partner gerne bereit sind gemeinsam zu handeln und Kernkompetenzen zu teilen. In mehr oder weniger großem Umfang führen viele Allianzen zur virtuellen Integration der Parteien durch teilweisen Eigentumserwerb von Anteilskapital und durch Verträge, die Rechte, Rollen und Verantwortlichkeiten über einen vordefinierten Zeitraum oder durch den Kauf von nicht kontrollierenden Anteilen definieren. Viele Allianzen führen zu einer virtuellen Integration der Parteien durch Kauf.

 

 

Definition ohne Joint Venture

 

  • Eine ‚Strategische Allianz‘ ist eine Vereinbarung zwischen zwei Unternehmen, die sich entschieden haben, Ressourcen zu teilen, um ein bestimmtes, gegenseitig vorteilhaftes Projekt, gemeinsam zu übernehmen. Eine 'Strategische Allianz' ist weniger aufwendig und weniger dauerhaft als ein Joint Venture, bei dem zwei Unternehmen - in der Regel - Ressourcen bündeln, um eine separate Geschäftseinheit zu erstellen. In einer 'Strategischen Allianz' behält jedes Unternehmen seine Autonomie um eine neue Geschäftschance zu nutzen. Eine 'Strategische Allianz' kann einem Unternehmen helfen, einen effektiveren Prozess zu entwickeln, um einen Markt zu erweitern, einen neuen Markt zu erschließen oder einen Vorteil gegenüber einem Wettbewerber unter anderen Möglichkeiten zu entwickeln.
  • Eine ‚Strategische Allianz‘ ist eine Vereinbarung für die Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehr unabhängigen Unternehmen um gemeinsam auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten. Anders als in einem Joint Venture müssen Unternehmen in einer 'Strategischen Allianz' nicht eine neue Einheit bilden um ihre Ziele zu verfolgen, sondern zusammenarbeiten, während sie deutlich voneinander getrennt verbleiben.

 

 

Terminologie

 

Verschiedene Begriffe wurden verwendet um Formen einer 'Strategischen Partnerschaft' zu beschreiben. Dazu gehören 'Internationale Koalitionen' (Porter und Fuller, 1986), 'Strategische Netze' (Jarillo, 1988) und am häufigsten 'Strategische Allianzen'. Die Definitionen sind vielfältig. Eine Allianz kann als die 'Bündelung von  Kräften und Ressourcen für eine bestimmte oder unbestimmte Zeit zur gemeinsamen Zielerreichung' gesehen werden.

 

 

Typologie


Typen 'Strategischer Allianzen' sind:

  • 'Horizontale Strategische Allianzen', die von Firmen, die im gleichen Geschäftsfeld tätig sind, gebildet werden. Das bedeutet, dass die Partner in der Allianz normalerweise Konkurrenten sind und sich zu einer Allianz zusammenschließen um ihre Position auf dem Markt und gegenüber anderen Wettbewerbern zu verbessern. Forschungs- und Entwicklungskooperationen von Unternehmen in High-Tech-Märkten sind typische 'Horizontale Allianzen'. Raue und Wieland (2015) beschreiben 'Horizontale Allianzen' am Beispiel ‚Logistik-Dienstleister‘. Sie argumentieren, dass solche Unternehmen zweifach von Allianzen profitieren: Auf der einen Seite profitieren sie vom Zugang zu Sachressourcen, die direkt abbaubar sind. Dies beinhaltet die Erweiterung eigener Verkehrsnetze durch die Nutzung gemeinsamer Verkehrsnetze, die Ausweitung der eigenen Lagerinfrastruktur und die Angebotserweiterung um komplexere Dienstleistungspakete in Kombination mit der Nutzung gemeinsamer zusammengefasster Ressourcen. Auf der anderen Seite können die beteiligten Partner auf 'Immaterielle Ressourcen', die nicht direkt verwertbar sind, zugreifen. Dies umfasst Know-how und Informationen und als Ergebnis: Innovationskraft.
  • 'Vertikale strategische Allianzen', die die Zusammenarbeit zwischen einem Unternehmen und seinen vor- und nachgelagerten Partnern in der Supply Chain beschreiben, das heißt, eine Partnerschaft zwischen einem Unternehmen, seinen Lieferanten und Distributoren. 'Vertikale Allianzen' zielen auf die Intensivierung und Verbesserung dieser Beziehungen und die Vergrößerung des eigenen Unternehmensnetzwerks, um zu einem niedrigeren Preis anbieten zu können. Insbesondere Lieferanten werden an der Produktgestaltung und bei Vertriebsentscheidungen mit involviert. Ein Beispiel ist die enge Beziehung zwischen Automobilherstellern und ihren Zulieferbetrieben.
  • 'Intersektionelle Allianzen' sind Partnerschaften, bei denen die beteiligten Unternehmen weder vertikal noch horizontal miteinander verbunden sind, was bedeutet, dass sie normalerweise nicht miteinander in Kontakt stehen, völlig verschiedene Märkte bedienen und völlig unterschiedliches Know-how besitzen.
  • 'Joint Ventures', bei denen zwei oder mehr Unternehmen sich entscheiden, ein neues Unternehmen zu gründen. Das neue Unternehmen ist dann eine eigenständige juristische Person. Die Gründungsgesellschaften investieren Eigenkapital und ‚allgemeine‘  Ressourcen wie zum Beispiel 'Know-how'. Diese neue Firma kann für eine begrenzte Zeit gebildet werden, zum Beispiel für ein bestimmtes Projekt oder eine nachhaltige langfristige Geschäftsbeziehung, während Steuer, Erträge und Risiken entsprechend der Kapitaleinlagen mit- und untereinander geteilt werden.
  • 'Eigenkapital-Allianzen', die gebildet werden, wenn ein Unternehmen Aktienpakete von einem anderen Unternehmen übernimmt oder umgekehrt. Diese Beteiligungen machen die Unternehmen zu Beteiligten und Aktionären untereinander. Die erworbenen Aktien einer Gesellschaft stellen dabei einen geringfügigen Kapitalanteil dar, so dass die Entscheidungskraft in der jeweiligen Gesellschaft verbleibt. Dies wird auch Kreuzbeteiligung genannt und führt zu komplexen Netzwerkstrukturen vor allem, wenn mehrere Unternehmen daran beteiligt sind. Unternehmen, die auf diese Weise miteinander verbunden sind, teilen Gewinne und gemeinsame Ziele, was dazu führt, dass der Wille zum Wettbewerb untereinander bei diesen Unternehmen verringert wird. Darüber hinaus erschwert dies die Übernahme durch ein anderes Unternehmen.
  • 'Nicht-Eigenkapital-Allianzen', die ein breites Feld möglicher Kooperationen zwischen Unternehmen abdecken. Dies kann enge Beziehungen zwischen Kunden und Lieferanten umfassen, die von der Auslagerung bestimmter Unternehmensaufgaben oder Lizenzierungsgeschäfte bis hin zum Aufbau umfangreicher Netzwerke für Forschung und Entwicklung reichen. Diese Zusammenarbeit kann entweder eine informelle Allianz, die vertraglich nicht bestimmt ist (meist unter kleineren Unternehmen Usus) oder eine durch einen Vertrag festgelegte Allianz sein.

 

Michael Porter und Mark Fuller, Gründungsmitglieder der Monitor Group, unterscheiden Arten strategischer Allianzen nach ihrem Zweck:

  • 'Technologieentwicklungsallianzen' mit dem Ziel der Technologie- und Know-how-Optimierung zum Beispiel durch Zusammenfassung von Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, Vereinbarungen über 'Simultaneous Engineering' (Vorgehensweise in der Produktentwicklung, um die Entwicklungszeit eines neuen Produkts zu verkürzen, um spätere produktionsinduzierte Änderungen zu vermeiden und um die Abstimmung von Entwicklung und Produktion insgesamt zu optimieren), Technologievermarktungs- sowie Lizenz- oder gemeinsame Entwicklungsvereinbarungen.
  • 'Operations- und Logistikallianzen', bei denen Partner entweder Kosten für die Umsetzung neuer Produktions- oder Produktionseinrichtungen untereinander teilen oder bereits vorhandene Infrastrukturen im Auslandsbesitz lokaler Vor-Ort-Unternehmen miteinander nutzen.
  • 'Strategische Marketing-, Vertriebs- und Service-Allianzen, bei denen Unternehmen die Vorteile bestehender Marketing- und Vertriebsinfrastrukturen eines anderen Unternehmens in einem ausländischen Markt gemeinsam nutzen, um eigene Produkte mit einem leichteren Zugang zu diesen Märkten zu vertreiben.
  • 'Multiple-Activity-Allianzen', die mehrere der beschriebenen Allianztypen miteinander verbinden. Marketing Alliances arbeiten meist als lokale Landesallianz - internationale Unternehmen nutzen verschiedene Landesallianzen. Technologie- und Entwicklungsallianzen sind in der Regel Mehrländerallianzen. Alle diese verschiedenen Allianzarten und -typen können zu einer Multiple-Activity-Alliance miteinander kombiniert werden.

 

Andere Arten strategischer Allianzen sind:

  • 'Kartelle': Große Unternehmen arbeiten inoffiziell zusammen, um Produktion und/oder Preise in einem bestimmten Marktsegment oder Geschäftsbereich zu kontrollieren und um Wettbewerb einzuschränken.
  • 'Franchising': Ein Franchisegeber gibt einem Franchisenehmer das Recht seinen Markennamen und sein Unternehmenskonzept für einen festgelegten Geldbetrag zu nutzen. Der Franchisegeber behält hierbei die vollständige Kontrolle über Preisgestaltung, Marketing und allgemeine Unternehmensentscheidungen.
  • 'Lizenzierung': Ein Unternehmen zahlt für das Recht der Nutzung von Unternehmenstechnologie oder  Produktionsprozessen eines anderen Unternehmens.
  • 'Industriestandardgruppen': Industriestandardgruppen sind Gruppen von Großunternehmen, die technische Standards nach eigenen Produktionsrichtlinien durchzusetzen versuchen.
  • 'Outsourcing': Produktionsschritte, die nicht zur Kernkompetenz eines Unternehmens gehören, werden ausgelagert ('outgesourct'). Das bedeutet, dass ein anderes fremdes Unternehmen dafür bezahlt wird, um dessen eigene Aufgaben zu erfüllen.
  • 'Affiliate-Marketing': Affiliate-Marketing ist eine webbasierte Verteilungsmethode, bei der ein Partner dem anderen die Möglichkeit bietet, im Austausch gegen eine vorher festgelegte Provision den Verkauf von eigenen  Produkten über die Vertriebskanäle des Partners abzuwickeln.

 

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